Krampfadern

In der Gefäßchirurgie der Klinik Fleetinsel Hamburg versorgen wir das gesamte Spektrum der Erkrankungen des Gefäßsystems. Für die Diagnose verwenden wir eines der modernsten Farbultraschallgeräte. Bei der Therapie legen wir besonderen Wert auf schonende Verfahren. Gleichzeitig arbeitet das Ärzteteam nach den aktuellsten wissenschaftlichen Standards.

Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik Fleetinsel ist die Behandlung von Krampfadern. Zu den herausragenden und neuen Verfahren zählt die „Häkelnadel-Technik“. Bei diesem schonenden Verfahren wird mit einer ganz feinen Nadel, die tatsächlich die Form einer Häkelnadel hat, die kranke Vene entfernt. Dazu werden nur  winzige Schnitte gemacht. Die Schnitte sind so klein, dass sie von selbst wieder verheilen.

Wie entstehen Venenleiden überhaupt? Unsere Venen sind Schwerstarbeiter. Sie müssen entgegen der Schwerkraft das Blut aus den Beinen zurück zum Herzen transportieren. Hierfür befinden sich Venenklappen in den Gefäßen. Diese Klappen öffnen sich für das Blut, das in Richtung Herz fließt und blockieren den Rückfluss zum Fuß wie ein Ventil. Funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr, sackt das Blut zurück in die Beine.

Eine Krampfader entsteht meistens durch eine Bindegewebsschwäche. Durch diese Schwäche  wird der Querdurchmesser der Vene vergrößert, die Klappen können dann nicht mehr schließen, das Blut staut sich  in den Beinen. Krampfadern sind somit niemals nur Schönheitsfehler. Sie sind krankhafte Aussackungen einer sonst normalen Vene.

Vor allem Frauen sind betroffen. Der Grund: Frauen haben genetisch bedingt ein schwächeres Bindegewebe als Männer. Durch Stehen und Sitzen im Beruf oder durch Schwangerschaften verstärkt sich das Risiko.

Venenleiden können das Leben stark einschränken. Viele Patienten klagen über schwere, müde und schmerzende Beine sowie geschwollene Füße. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, kann es zu Komplikationen wie Entzündung der Venen (Thrombophlebitis), Lungenembolie oder auch zu „offenen Beinen“ (Ulcus cruris) kommen.

Wichtig ist eine genaue Diagnose Ihrer Venenerkrankung. Nach einer gründlichen Untersuchung legen wir gemeinsam mit Ihnen die für Sie beste Therapie fest. Für die individuelle Beratung und Ihre eventuellen Fragen nehmen wir uns stets sehr viel Zeit!

Leichte Venenprobleme bekommt man mitunter schon mit einer speziellen Venengymnastik und Sport in den Griff. Zu den leichteren Formen gehören auch die Besenreiser. Sie können, in Abhängigkeit von ihrer Ausprägung, verödet (sklerosiert), gelasert oder mit Strom (Elektrokauter) behandelt werden. Gegebenenfalls kann auch das Tragen von Kompressionsstrümpfen notwendig sein. Sie drücken das Bein und somit die Venen von außen zusammen. Dadurch schließen die Venenklappen wieder richtig und das Blut kann wieder zum Herzen zurückfließen. Bei schweren Venenleiden ist eine Operation in der Regel dringend notwendig.

Operativ ist das Venen-Stripping immer noch das Standard-Verfahren zur Entfernung großer Krampfadern. Durch gute präoperative Diagnostik sowie feinere Instrumente ist dieses Verfahren deutlich schonender geworden. Eine weitere Therapiemöglichkeit  der oberflächigen Hauptvenen ist die Lasertherapie. Dieses Verfahren ist sehr schonend und kann in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Ihre Ärzte

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Dr. med. Christiane Gebhardt
Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie
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