Ellenbogen

Das Zentrum für Schulter- und Ellenbogenchirurgie ist eine der spezialisierten Fachabteilungen der Klinik Fleetinsel Hamburg. Unsere Ärzte haben sich auf gewebeschonende Techniken spezialisiert, die selbst in komplizierten Fällen beste Ergebnisse zeigen. Dank der großen Erfahrung des Teams finden Patienten aus ganz Deutschland hier kompetente Hilfe.

Der Ellenbogen ist ein besonders komplexes Gelenk. Drei Knochen sind in einer funktionellen Einheit vereinigt. Dadurch werden die Ein- und Auswärtsdrehung der Hand und zusätzlich die Beugung und Streckung des Unterarms ermöglicht. Das Gelenk ist auch besonders kongruent – das bedeutet, dass die Flächen sehr genau aufeinander passen und nur wenig Gelenkspiel besteht. Die Komplexität des Ellenbogens macht ihn aber sehr anfällig für Probleme. Schon kleine Verletzungen können zu starken Bewegungseinbußen und Schmerzen führen.

Meistens ist eine chronische Überlastung die Ursache für Ellenbogen-Beschwerden: Immer gleiche Bewegungsabläufe setzen dem Gelenk erheblich zu. Die als Tennisellenbogen bekannte Erkrankung wird bei den meisten tatsächlich nur sehr selten durch das Tennisspielen hervorgerufen. Daher wäre der Begriff Heimwerker-Ellenbogen passender. Aber auch Büromenschen, die den ganzen Tag am Computer arbeiten, sind betroffen. Beim „Tennisarm“ sind die Muskeln, die die Hand mit dem Ellenbogenknochen verbinden, überlastet. Es kommt zu kleinen Rissen in den Sehnen, die die Muskeln mit dem Knochen verbinden. Außerdem entzündet sich der Sehnenansatz am Ellenbogen.

Oft führen Stürze zu Verletzungen am Ellenbogen. Die häufigsten Ellenbogenverletzungen sind der Bruch (Fraktur) und die Verrenkung (Luxation). Bei einer Fraktur können nur einer der drei Knochen brechen oder mehrere. In den meisten Fällen werden die Knochenbruchstücke verschoben und stehen deshalb nicht mehr richtig aufeinander. Bei einer Luxation handelt es sich um eine vollständige Auskugelung oder Verrenkung des Ellenbogens. Die Gelenkflächen, also Gelenkkopf und Gelenkpfanne, sind dabei stark verschoben und bleiben in dieser abnormen Haltung stehen.

Eine wiederkehrende Überforderung des Ellenbogengelenks oder eine einmalige Überschreitung der maximalen Belastbarkeit können den Gelenkknorpel derartig schädigen, dass ein vorzeitiger Verschleiß auftritt. Die Ausbildung einer Arthrose des Ellenbogengelenkes ist die Folge.

Die Wahl der geeigneten Behandlung wird individuell und in Absprache mit dem Patienten getroffen. Abhängig von der Grunderkrankung kann eine konservative Therapie (z.B. Physiotherapie) sehr gute Erfolge erzielen. Dies gilt insbesondere für Überlastungsschäden, aber auch für Frühstadien von Knorpelschäden. Spätstadien dieser Erkrankungen oder ein Versagen der nicht-operativen Therapie machen dann jedoch eine Operation unumgänglich.

Gewebeschonende Operationsmethoden sind beim Ellenbogengelenk besonders wichtig – nicht nur, um eine schnelle Rehabilitation und Rückkehr in den Beruf und den Sport zu ermöglichen, sondern auch für die langfristige Wiederherstellung einer ungestörten Funktion. In vielen Fällen ist eine arthroskopische / endoskopische Operation („Schlüsselloch-Chirurgie“) möglich. Mit den modernen Operationsmethoden und Spezialinstrumenten können so auch sehr komplizierte Eingriffe gewebeschonend durchgeführt werden.

Manchmal sind auch offene Verfahren notwendig, so zum Beispiel für die Bandstabilisierung oder die Implantation einer Ellenbogen-Endoprothese.

In der Klinik Fleetinsel Hamburg legen wir besonderen Wert auf die jeweilige Nachbehandlung. Wir erarbeiten individuelle Pläne, die wir dem Patienten bei der Entlassung aushändigen. Wir bleiben während der gesamten Rehabilitation Ihr Ansprechpartner!

Das Zentrum für Schulter- und Ellenbogenchirurgie steht Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung und verbleibt mit besten Wünschen zur Genesung!

Ihre Ärzte

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PD Dr. med. Achim Hedtmann
Facharzt für Orthopädie und physikalische Therapie
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PD Dr. med. Jörn Kircher
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
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